Was wir tun

2012 organisierte die Weltkakao-Organisation ICCO die erste Weltkakao-Konferenz. Die Teilnehmer – von den Erzeugern über die Verarbeiter bis zu den Händlern – stellten in der sogenannten „Kakao-Erklärung von Abidjan“ ihre gemeinsame Verantwortung für eine wirtschaftlich, ökologisch sowie sozial nachhaltige Produktion fest und formulierten Prinzipien, um die Situation im Kakaosektor zu verbessern. 

Das Forum Nachhaltiger Kakao verfolgt die gleichen Ziele. Denn seine Mitglieder wissen, dass nur ein nachhaltiger und sozial verträglicher Kakaoanbau langfristig die Existenzgrundlage aller Beteiligten sichert. Dafür unternimmt das Forum konkrete Schritte:

  • Gemeinsam werden Methoden und Wege zu mehr Nachhaltigkeit im Kakaoanbau sowie Qualitätskriterien für Projekte erarbeitet. Auf dieser Basis wird ein effektives, leicht anwendbares Modell entwickelt, wie Kakaoerzeuger stufenweise an einen nachhaltigen Kakaoanbau herangeführt werden können. Grundlage dafür sind erfolgreiche Beispiele aus der Praxis („best-practice“).
  • Nachhaltige Anbaumethoden sollen über erfolgreiche Praxisbeispiele verbreitet werden. So wird es den Kakaobauern erleichtert, in den nachhaltigen Anbau einzusteigen und die Qualitätsansprüche des Marktes zu erfüllen.
  • Das Forum will sich mit den bestehenden und künftigen Initiativen für nachhaltigen Kakaoanbau vernetzen und mit ihnen kooperieren.
  • Unternehmen, auch kleine und mittlere, sollen eine Orientierungshilfe bekommen, wie sie Nachhaltigkeitsaspekte in den Einkauf von Kakao integrieren können.

Und schließlich wird das Forum die Öffentlichkeit über seine Arbeit und die Fortschritte für mehr Nachhaltigkeit in den Anbauregionen informieren. 

Die Mitglieder des Forums eint das gemeinsame Interesse entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette an besseren Produktions- und Lebensbedingungen für die Kleinbauernfamilien. Wenn diese mit nachhaltigen Anbaumethoden arbeiten, können sie ihre Produktivität und die Qualität steigern und so ihre Lebensgrundlage langfristig verbessern.

Eine ganze Reihe von Maßnahmen kann helfen, den Kakaoanbau wieder attraktiver zu machen. Kakaobauern sollen zum Beispiel dabei unterstützt werden, sich in Kooperativen zusammenzuschließen, um ihre Marktposition zu stärken. Auch ein besserer Zugang zu Kleinkrediten, die Diversifizierung der Einnahmequellen und Ernteversicherungen sind sinnvolle Ergänzungen dieser Strategie. Und schließlich sollen Importeure und Verarbeiter den Kleinbauern langfristige und stabile Geschäftsbeziehungen bieten und nachhaltig erzeugten Kakao durch entsprechende Prämien vergüten.

Als professionelle, zuverlässige und konkurrenzfähige Lieferanten können die Kleinbauern so in Zukunft aufgrund verbesserter Qualität höhere Preise erzielen sowie eine größere Erntemenge erzielen. Dadurch verbessern sie ihre Lebensbedingungen langfristig. Und auch die Kakaobranche sowie die Verbraucher profitieren von diesen Fortschritten.