Neue Studie zur Rückverfolgbarkeit von Kakao gibt Empfehlungen für mehr Transparenz im Kakaosektor

Das Forum Nachhaltiger Kakao und IDH, The Sustainable Trade Initiative, haben gemeinsam eine Studie zur Rückverfolgbarkeit von Kakao in Auftrag gegeben, um mehr Klarheit über den Stand der Rückverfolgbarkeitssysteme in Côte d'Ivoire, Ghana und Kamerun zu schaffen.

Die Studie wird durch das Programm Partnerships for Forests (P4F) im Rahmen der Cocoa & Forests Initiative unterstützt und gibt einen Überblick über die Herausforderungen sowie Empfehlungen für eine transparentere und rückverfolgbare Kakaolieferkette.

Die Nachhaltigkeit des Kakaosektors zu verbessern ist ohne angemessene Formen der Rückverfolgbarkeit nicht möglich. Zu wissen, wo der Kakao angebaut wird, ist ein wichtiger erster Schritt und eine Voraussetzung für die Entwicklung geeigneter Programme, die die Nachhaltigkeit des Kakaoanbaus verbessern. Positiv zu bewerten ist, dass in den letzten Jahren immer mehr Akteure der Wertschöpfungskette ihre eigenen Rückverfolgbarkeitssysteme entworfen und umgesetzt haben.

Im Rahmen der Studie stehen die Rückverfolgbarkeitssysteme in Côte d'Ivoire, Ghana und Kamerun im Mittelpunkt, die Länder, die zusammen etwa 70 % der weltweiten Kakaoproduktion repräsentieren. Die Ergebnisse der Studie wurden in einem Technical Brief zur Rückverfolgbarkeit von Kakao zusammengefasst.

Dieser Technical Brief wurde von C-lever.org auf der Grundlage von Literaturrecherchen sowie Interviews mit Regierungsvertreterinnen und -vertretern aus Côte d'Ivoire, Ghana und Kamerun, Kakao- und Schokoladenunternehmen sowie Zuständigen von standardsetzenden Organisationen und technischen Dienstleistern entwickelt. Weiterhin wird in den nächsten Wochen auch eine Reihe von Fallstudien veröffentlicht, in denen genauer untersucht wird, wie Unternehmen und standardsetzende Organisationen die Rückverfolgbarkeit umsetzen.

Der Brief fördert weiterhin die Harmonisierung und den Austausch von Kakao-Rückverfolgbarkeits- und Nachhaltigkeitsdaten zwischen den Akteuren der Wertschöpfungskette. Außerdem wird betont, dass die Bäuerinnen und Bauern sowie ihre Organisationen von einem Rückverfolgbarkeitssystem profitieren und Anreize erhalten sollten, genaue Daten zu liefern.

Diese und weitere Empfehlungen werden zwischen den Mitgliedern der europäischen Plattformen für nachhaltigen Kakao im Rahmen ihrer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Rückverfolgbarkeit von Kakao diskutiert. Die Arbeitsgruppe bringt Vertreterinnen und -vertreter aus dem Privatsektor, von Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und Regierungen zusammen und zielt darauf ab, Praktiken zur Verbesserung der Nachhaltigkeit des Kakaosektors voranzutreiben.

Sie können den „Technical Brief“ hier herunterladen.